Mehr Sicherheit Zuhause – Einbruchsschutz für Senioren

Welche Gefahren an der Haustür lauern können

Vor allem bei älteren Leuten versuchen Kriminelle gerne Tricks an der Haustür mit dem Ziel, in Ihre Wohnung zu gelangen, wobei sie auf Bargeld, Schmuck oder sonstige Wertsachen aus sind. Die Tricks, die dabei verwendet werden, sind teilweise so raffiniert, dass selbst jüngere Menschen nicht bemerken, was mit ihnen geschieht. Beispielsweise wird um Hilfe gebeten, nach einem Schluck zu trinken gefragt oder schnell auf die Toilette gehen zu dürfen. Andere wiederum behaupten, ein geheimnisvolles Geschenk für Nachbarn abgeben zu dürfen. Ganz dreist wird es, wenn sich potenzielle Einbrecher als Personen vom Amt ausgeben, und aufgrund eines ,Durchsuchungsbeschlusses’’, welcher natürlich gefälscht ist, in Ihr Haus eindringen zu müssen.

Beliebt ist außerdem, sich als früherer Freund auszugeben, den Sie vor ewig vielen Jahren mal getroffen haben und dieser Sie ganz zufällig im Telefonbuch ausfindig gemacht hat und Sie jetzt besuchen möchte. Seien Sie bei solchen Aussagen jeglicher Art extrem vorsichtig und misstrauisch. Sind die Kriminellen erstmal in Ihrem Haus, sind SIe komplett auf sich alleine gestellt. Dass das nicht sicher ist, sollte von Anfang an klar sein. Daher gilt: Unbekannte Personen niemals, wirklich niemals Ihre Wohnung betreten lassen, wenn Sie alleine sind.

senioren

Hilfreiche Tipps:

  • Unbekannten Personen niemals Zutritt zu Ihrer Wohnung gewähren
  • Eine Überwachungskamera oder Video Türsprechanlage kann nur von Vorteil sein
  • Die Tür nur mit Türsperre öffnen, sodass Personen auch nicht gewaltsam in die Wohnung eindringen können
  • Gegenstände nur durch einen Türspalt öffnen, um unangenehme Situationen vermeiden zu können

 

Welche Gefahren am Telefon lauern

Nicht nur an der eigenen Haustür sondern auch am Telefon versuchen Kriminelle, an Ihr Geld zu kommen, indem Sie sich als Enkel oder lang vergessener Bekannter ausgeben, der in Geldnot steckt und etwas ,,Hilfe’’ in Form von Geld braucht. Ein anderer Telefontrick ist, angeblich hohe Gewinne zu versprechen und für den Transfer eine Gebühr zu verlangen. Auch kann es ein Anruf bei einem kostenpflichtigen Telefondienst sein.

 

Hilfreiche Tipps:

  • Vornamen sollten im Telefonbuch abgekürzt werden, da sie Hinweise auf Lebensalter geben können
  • Legen Sie auf, wenn der Anrufer nicht den Namen verrät
  • Gehen Sie nicht darauf ein, wenn Sie jemand um Geld bittet
  • Niemals einer nicht eindeutig bekannten Person Geld anvertrauen

 

Wie man sich kostenlos gegen Einbrecher schützen kann

Nicht bei mir

Diverse Sicherheitsgadgets oder ganze Sicherheitsanlagen haben ihren Preis, da ist klar. Selbstverständlich kosten mechanische Sicherungen etwas, die neben ihrem Verhalten selbst die Sicherheit des Hauses um eine ganze Ecke aufbessern. Nichtsdestotrotz gibt es auch diverse Möglichkeiten ganz ohne Geldausgaben, sich gegen Einbrecher zu schützen. Zwar können wir nicht garantieren, dass die folgenden Maßnahmen einen 100&igen Schutz bringen, doch sie sind besser, als sie nicht in Betracht zu ziehen, zumal Sie kein Geld dafür ausgeben müssen.

 

Ein angemessenes Verhalten

Es müssen nicht immer die teuersten Spielzeuge auf dem Markt sein, um Sicherheit zu gewährleisten. Wenige einfache Veränderungen, für die Sie selbst verantwortlich sind, können bereits massive Auswirkungen auf den Erfolg haben. Fehler vermeiden ist das A und O.

  • Jegliche Fenster sollten beim Verlassen des Hauses geschlossen werden. Auch ein Fenster auf Kipp muss geschlossen werden. Insbesondere diese sind für die meisten Kriminelle mehr als einfach aufzuhebeln.
  • Ja, es ist nervig aber das Abschließen der Wohnungstür gehört dazu. Nicht jeder Einbrecher hat das passende Werkzeug parat, um eine ganze Tür leise aufzubrechen. Sobald die Lautstärke zu hoch wird, wächst nämlich die Gefahr, erwischt zu werden.
  • Sie können sich entscheiden: Ein paar mickrige Stromrechnungen oder eine leere Wohnung – was ist Ihnen lieber? Vor allem zu den jeweiligen Jahrszeiten, wenn es draußen schnell dunkel wird, sollten Sie lieber einmal länger das Licht anlassen und somit signalisieren, dass Sie Zuhause sind.
  • Schlüssel niemals verstecken. Egal wie gut Ihr Versteck sein mag und egal wie oft Sie das Versteck wechseln, eine Person, die daran bestrebt ist, in Ihr Haus einzudringen, wird diesen Schlüssel finden. Sicherer hingegen ist ein Ersatzschlüssel bei Freunden oder Verwandten.

Einbruchsschutz

Machen Sie sich Ihre Nachbarn zu Nutze

Jeder kennt ihn, den einen Nachbarn, der immer ein Auge auf die Angelegenheiten anderer Personen wirft. Machen Sie sich diese Eigenschaft zu Nutze, indem sie ihn freundlich und liebevoll ein Auge auf Ihr Haus zu werfen, wenn Sie im Urlaub oder für längere Zeit weg sind. Denn, ein aufmerksamer Nachbar ist nicht gegen eine Alarmanlage eintauschbar.

 

Vor allem im Urlaub spielt dieser eine wichtige Rolle, wenn Sie nicht regelmäßig den Briefkasten leeren können, die Jalousien zuziehen können oder das Licht an- und ausschalten können. All diese Dinge können für einen Einbrecher hervorragende Signale dafür sein, es in Ihrem Haus mal zu versuchen. Wenn Sie Ihren Nachbarn schon lange kennen und voll und ganz Vertrauen, dann können Sie diesem auch Ihren Hausschlüssel anvertrauen, sodass er alle Dinge macht, die Sie normalerweise auch tun würden, wenn Sie Zuhause sind. Andernfalls sind Zeitschaltuhren empfehlenswert.

Leitern, Büsche und weitere Hilfen entfernen

Um es Einbrechern nicht noch leichter zu machen, als es für sie eh schon ist, sollten sie auf Gegenstände oder Pflanzen verzichten, die man als Leitern oder Hilfen verwenden könnte. Dazu gehören hohe Zäune, Leitern als auch Büsche. Beim Hausbau sollten Sie darauf achten, dass das Garagendach nicht dazu genutzt werden kann, in höher liegende Fenster einzudringen. Wenn Sie hohe Bäume haben wollen, dann sollten diese nicht nah an das Haus gepflanzt werden, sondern einen guten Abstand haben. Das Gleiche gilt auch für Mülltonnen, da diese die passende Höhe haben und stabil sind.

Weitere Tipps:

-beim Hausbau auf eine massive Eingangstür setzen

-Fenstergitter bei Bedarf verwenden

-Jalousien und Rolladen nicht als Einbruchsschutz ansehen

-Auf dem Anrufbeantworter nicht den Urlaub oder die Abwesenheit erwähnen

Mehr Sicherheit für Haus & Wohnung während des Urlaubs

Wann werden wohl die meisten Einbrecher ihre Chance nutzen und bei Ihnen Zuhause einbrechen? Genau, dann wenn Sie weg sind. Und wann ist das? Wieder richtig, in der Urlaubszeit! Mit unseren folgenden 10 Tipps sichern Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus auch dann, wenn Sie mal nicht in der Stadt sind. Checkliste zur Urlaubssicherheit

Wir sind im Urlaub

Tipp 1: Prall gefüllte Briefkästen vermeiden. Dies ist ein eindeutiges Indiz dafür, dass jemand wohl nicht Zuhause ist. Entweder nutzen Sie den Lagerservice bei der Post oder bitten Mitbewohner, Nachbarn oder Freunde, Ihren Briefkasten sorgfältig und regelmäßig zu entleeren.

Tipp 2: Permanente Dunkelheit in der Wohnung vermeiden.Sobald Ihre Wohnung länger als zwei Tage in Dunkelheit bleibt, gilt dies als sicheres Anzeichen für Abwesenheit. Wie zuvor schon erwähnt, können Sie vertrauenvolle Personen bitten, 1x am Tag das Licht anzuschalten oder Sie entscheiden sich für Zeitschaltuhren.

Tipp 3: Nachbarschaftswache. Wenn Sie Nachbarn haben, dann sollten Sie diese darum bitten, regelmäßig nach dem Rechten zu schauen während Sie im Urlaub sind.

Tipp 4: Stahlstüren und Einbruchsschutz. Es versteht sich eigentlich von selbst, schon vor Beginn des Hausbaus auf sichere Stahltüren zu setzen, die einen Einbruch nahezu unmöglich machen. Hochwertige Türen sind eine Investition, die sich in manchen Fällen wirklich rechnet.

Tipp 5: High Tech ist nicht imer nötig. Wer knapp bei Kasse ist oder auf High-Tech Elektronik gerne verzichten möchte, der kann sich an effektiven Fenstergittern bedienen. Schön anzusehen ist das nicht, aber sicher.

Tipp 6: Abschließen von Tür- und Fensteröffnungen. Dieser Punkt ist besonders wichtig, wenn Sie planen, für eine längere Zeit in den Urlaub zu fahren oder zu fliegen. Bevor Sie das Haus oder Ihre Wohnung verlassen, sollten Sie alle, wirklich alle Fenster- und Türöffnungen gewissenhaft abschließen. Offene Fenster sind ein gefundenes Fressen für Einbrecher und auch für Gelegenheitsdiebe.

Tipp 7: Rolläden und Jalousien nicht als Sicherheitsmerkmal sehen. Diese Art von Fensterverschluss ist für gute Diebe bzw. Einbrecher leichter zu umgehen, als alles andere. Lassen Sie diese also lieber offen als unten. Nur zur Nacht hin sollten Nachbarn oder die Person ihres Vertrauen diese herunterfahren, so dass es aussieht, als wenn jemand zuhause sei.

Tipp 8: Hilfsgegenstände verschließen oder ,,verschwinden’’ lassen. Beispielsweise werden Leitern hervorragend dazu genutzt, um in höher liegende Wohnungen einzubrechen.

Tipp 9: Abwesenheit nicht auf dem Anrufbeantworter erwähnen. Am besten schalten Sie diesen komplett aus, sodass niemand Verdacht schöpfen kann, dass Sie nicht da sind und sich wohlmöglich noch Ihren Wertgegenständen vergreift. Geben Sie keine Hinweise über Ihre Abwesenheit.

Tipp 10: Keine komplette Stille. Wenn man aus Ihrer Wohnung nichts hören kann, dazu zählt Musik, der Fernseher oder Gespräche mit anderen Personen, dann kann man davon ausgehen, dass niemand zuhause ist. Daher empfehlen wir Ihnen dringend, eine Zeitschaltuhr für das Fernsehen oder das Radio einzurichten.

Weitere 10 Tipps zur Urlaubssicherung